Ökologie

Ökologie

Mit jedem Schluck der Umwelt was Gutes tun

Sie sind auf der Suche nach nachhaltigem Wasser? Flaschenwasser hat eine ziemlich schlechte CO2-Bilanz. Wenn Sie der Umwelt was gutes tun möchten, wechseln Sie einfach zu“grünem“ Wasser.

Über Jahrtausende kam Wassertrinken stets der Umwelt zu gute: Wir ließen uns an Quellen nieder, tranken Wasser unmittelbar aus der Natur, bewahrten es in Krügen auf, die komplett aus natürlichen Materialien wie Ton bestanden. Das Wasser war stets sauber und rein, sprich frei von Plastik, Hormonen und Chemie: jeder Schritt in der Wassergewinnung war so nachhaltig wie umweltfreundlich.

Die Natur ist unser höchstes Gut. Sie liefert uns Nahrung, sorgt für die Luft zum atmen und stellt uns reines Quellwasser frei zur Verfügung.

Doch Stand 2018 hat sich die Lage dramatisch geändert. Die natürliche Umgebung ist einer urbanen Landschaft gewichen. Die Quellen von heute sind Supermärkte und Wasserhähne. Mit jedem Schluck Flaschenwasser arbeiten wir dem natürlichen Gleichgewicht der Natur entgegen:

  • Laut der deutschen Umwelthilfe, ein Verein, der sich für die Belange der Natur stark macht, benötigt eine PET-Flasche im Idealfall mindestens 450 Jahre, bis sie sich weitgehend zurück zu Erde zersetzt hat. Doch wie lange es ganz genau dauert, weiß kein Mensch.
  • Das heißt, viele Generationen nach uns, werden die Verschmutzung, die wir der Umwelt zumuten, ausbaden müssen. Liegt das Plastik einmal in der Natur, so laugt es nach und nach aus. Weichmacher wie BPA und Phthalate gelangen so auch in die natürliche Nahrungskette. Sie lassen sich heute schon sowohl im Grundwasser, als auch in Pflanzen und Tieren nachweisen. Unser Müll landet notgedrungen auf dem Teller unserer Kinder, Enkel und Urenkel. Kurz: Wasser aus Plastikflaschen zu trinken ist alles, bloß nicht nachhaltig.
  • Die Fahrt zum Getränkemarkt fällt zu Lasten der CO2-Bilanz unseres Trinkwassers. 450 km Fahrt bringt eine Einweg-Flasche, 260 km eine Mehrweg-Flasche (Quelle: DUH) im Schnitt auf Deutschlands Straßen hinter sich, bevor sie beim Verbraucher landet. Zwar findet man durchaus Quellwasser in Glasflaschen im Regal eines gut sortierten Getränkehandels. Dass die Glasflaschen aber genauso über die Autobahnen heran gekarrt werden müssen, ist umweltbewussten Wassergenießern oft gar nicht so bewusst. Fazit: Auch der Schluck aus der Glasflasche, fällt der Umwelt zur Last.

Die Umwelt schützen, Plastik vermeiden, auf
Tiere, Pflanzen und künftige Generationen aufpassen
– all das mit der Wahl des richtigen Wassers erzielen.

Bezieht man sein Wasser nicht direkt aus einer natürlichen Quelle, so ist Leitungswasser was den ökologischen Fußabdruck betrifft, die nachhaltigste und grünste Variante. So spart man allein 200 PET-Flaschen pro Jahr ein – soviel Einwegflaschen verbraucht nämlich jeder Deutsche im Schnitt. Jeder Schluck Leitungswasser hilft also effektiv die Umwelt zu schützen.

DOCH: Leider fließen die Folgen der Umweltverschmutzung, sprich Hormone, Plastik, Medikamente, auch aus unseren Wasserhähnen. Jedes Glas Leitungswasser verschmutzt die innere Ökologie unseres Körpers, den Darm und die Organe. So verschmutzt wie es in Natur aussieht, sieht es auch in uns aus!

Ein Überblick über die Trinkwassergewinnung in der heutigen Zeit nach ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten:

Was ist die CO2-Bilanz von Quellwasser?

  • Wasser aus der Quelle wäre natürlich die ökologischste Option, aber auch nicht ganz realistisch. Wir lassen uns nicht mehr an Quellen nieder. Die Fahrt mit Auto ist zur Quelle ist nicht ideal. In der Nähe von Quellen befinden sich Maisfelder, Getreide- oder Rübenäcker. Wir wissen nicht, inwieweit der Dünger den Weg ins Frischwasser findet.

Was ist die CO2-Bilanz von Leitungswasser?

  • Mit jedem Schluck Leitungswasser entlastet man die Umwelt. Trinkt man Leitungswasser, so verbraucht man 1000-mal weniger Energie und Rohstoffe, als wenn man Flaschenwasser trinkt. Allerdings ist die Qualität von Leitungswasser unsicher. Es können trotz Kontrollen hunderte fragwürdige Stoffe darin nachgewiesen werden.
  • Beim Genuss von Leitungswasser spart man Strom, Benzin, Rohöl, durch den Wegfall der Flaschenproduktion und Verpackung.
  • Leitungswasser aus Gläsern und Tassen zu trinken ist wirklich Mehrweg. Nur 7-9 Prozent der Mehrweg-Pfandflaschen werden an der Kasse zurück abgegeben. 91-93 % landen direkt in der Natur, verschmutzen unsere Wälder und Flüsse.
  • Der Konsum von Leitungswasser ist nicht verschwenderisch. Die Herstellung eines Liters Flaschenwassers verbraucht 6- 20 Liter des Wasser.

Fazit: Leitungswasser wäre nur dann eine Option, trotz hervorragender ökologischen Fußabdrucks, wenn sich keine gefährlichen Fremdstoffe darin befinden würden.